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  Lehrgang in Paris vom 6.-8. Juni 2003  
 

Am Freitag vor Pfingsten machten Adam, Andreas und Matthias sich in aller Frühe von Hamburg aus auf den Weg nach Paris, um dort an einem Kampfrichterlehrgang teilzunehmen. Dank Adam's schnellem Auto und seinem souveränen Fahrstil trafen wir bereits um 12h30 bei dem für uns gebuchten Hotel am südlichen Stadtrand von Paris ein. Wolfgang stieß, aus Amsterdam kommend, am Freitag abend hinzu. Meister Suh kam am Samstag vormittag mit dem Flugzeug nach.

An der Hotelrezeption war für uns eine Wegbeschreibung zu dem Dojang des Vereins, wo der Lehrgang stattfinden sollte, hinterlegt worden. Deshalb machte es keine Schwierigkeiten, den nur fünf Fußminuten entfernten Ort zu finden. Anders als erwartet fand der eigentlich angekündigte Kampfrichterlehrgang jedoch nicht statt. Alternativ gab es von Samstagmittag bis Sonntagnachmittag Instruktionen durch einen buddhistischen Mönch in Atemtechnik und Einführungen in die derzeit unter dem TaeKwon-Mudo System entwickelten neuen Formen. Also eine Veranstaltung ganz ähnlich wie die, welche Esther, Stefan und Oliver im vergangenen Jahr besucht haben. Rückblickend war dies für uns von Vorteil, da wir bislang keine Ahnung von diesen Grundlagen des TaeKwon-Mudo Systems hatten. Für Freitagabend wurden wir zum normalen Training eingeladen, nebst der Aussicht auf erste Grundlagenunterweisungen. Diese Änderung im Fahrplan ermöglichte es uns auch, am Nachmittag noch für einige Stunden – trotz des durch Streikaktivitäten weitgehend gelähmten Pariser ÖPNV – einen Touri-Rundkurs im Stadtzentrum einzulegen.

Der Kurs am Samstag begann zunächst mit atmungsorientierten Meditationsübungen unter Anleitung des bereits erwähnten buddhistischen Mönchs ("look into your mind!"). Verschiedene Übungen folgten im Sitzen, im Gehen, in tiefer Reiterstellung und während des Formenlaufens. Obgleich keiner von uns den Grund seiner Seele erblickte, haben diese Übungen doch uns allen eine wesentlich klarere Vorstellung über die Bedeutung des Atmens als Grundlage zur Fokussierung der eigenen Energie und zum Zusammenspiel zwischen Atemkontrolle und der Ausführung einzelner Techniken vermittelt. Nebenbei: es ist erstaunlich, wie schweißtreibend und anstrengend diese von außen eher statischen, "nach innen" orientierten Übungen sind.

Im Anschluss an diesen ersten Teil, nach kurzer Pause, gab Meister Suh eine knapp einstündige Übungseinheit, in der er aufbauend auf den Grundgedanken von Balance sowie Bewegung und Gegenbewegung einige praktische Konsequenzen für die TaeKwonDo-Grundtechniken vorstellte. Anlass dafür war wohl, dass in der Pariser Schule, welche den Kurs ausrichtete, zum Teil wesentlich andere Grundtechniken vermittelt werden, die, wie Meister Suh zeigte, den Grundgedanken von Balance und Bewegung–Gegenbewegung nicht immer entsprechen. Ganz praktisch ließen sich die Unterschiede in unserer Technik und der Technik anderer Kursteilnehmer im Rahmen von Partnerübungen erfahren. Insbesondere bei Drehkicks hatten unsere Gegenüber eine wesentlich schlechtere Balance, gerieten nach dem Kick jeweils aus dem Gleichgewicht und waren weit offen für Konterangriffe.

Am Nachmittag erhielten wir sodann eine Einführung in die erste der neuen Formen des TaeKwon Mudo-Systems. Den Abend verbrachten wir mit einem exzellenten Essen in der Pariser Innenstadt in der Nähe des Centre Pompidou.

Der Kursverlauf am Sonntag war ähnlich wie am Tag zuvor. Am Vormittag erhielten wir Einweisungen in Atemübungsmeditationen. Am frühen Nacmittag erarbeiteten wir uns unter Anleitung die zweite und dritte Form des TaeKwon-Mudo Systems.
Am späten Nachmittag brachten wir Meister Suh zum Flughafen Charles de Gaulle und starteten sodann wieder Richtung Hamburg. Angaben zu unserer Reisegeschwindigkeit sind aus Strafbarkeitsgründen geheim. Immerhin hätten wir es fast geschafft, Meister Suh am Hamburger Flughafen abzuholen.

Insgesamt war die Kursteilnahme eine sehr wertvolle Erfahrung. Ein ganzes Wochenende intensiv dem TaekWonDo zu widmen hat viel Spaß gemacht, und das auch noch in einer touristisch interessanten Umgebung. Dass genügend Zeit für Entspannung nebem dem TaeKwonDo blieb hat sich ebenfalls positiv auf den Erlebniswert der gesamten Reise ausgewirkt.

In sportlicher Hinsicht waren zwei Dinge wirklich wertvoll: Zum einen die Verbindung von Atem- und Entspannungsübungen mit dem Formenlaufen, was – wie bereits gesagt – wirklich anstrengend werden kann! Der Stil der Atemtechniken, die in Paris gelehrt wurden, unterschied sich auch etwas von dem, was wir bei uns im Verein bislang kennenlernten.
Zum anderen, und vielleicht noch wichtiger, bestand eine wichtige Erfahrung darin, die unterschiedlichen Stile unserer und der Pariser Schule direkt im Training mitzuerleben. Meister Suh’s Trainingseinheit und Vortrag zum Thema Balance und Bewegung-Gegenbewegung hat uns dabei noch einmal die Vorteile dieser Grundsätze erkennen lassen. Insgesamt machten wir auch die Erfahrung, dass der Trainingsstil bei uns im Verin kampforientierter ist als bei unseren Gastgebern. Die besondere Art der Verbindung von Atem- und Kampftechniken des TaeKwon-Mudo-Systems brachte ebenfalls neue, wertvolle Einsichten. Vor diesem Hintergrund sind wir gespannt, wie sich die TaeKwon-Mudo-Bewegung weiter entwickeln wird und wünschen unseren Pariser Kollegen dabei viel Erfolg!

Für die Zukunft wäre es für uns von Sosan-TaeKwonDo sicherlich erstrebenswert, noch regelmäßiger an Lehrgängen teilzunehmen, oder auch selbst solche zu organisieren und so in Kontakt zu anderen TaeKwonDo-Schulen zu bleiben. Das gibt nicht nur neue sportliche Perspektiven, sondern vermittelt auch einen Eindruck von der hohen Qualität des Trainings bei uns im Verein.

Matthias und Wolfgang

 
     
     
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